Apocaluther

Der ins 21. Jahrhundert zurückgekehrte Martin Luther vor dem Tribunal der MDWAZ, der Mächtigen der Welt aller Zeiten.

In der Welt sieht es nicht wesentlich besser aus als vor mehr als 500 Jahren – und die Menschen fürchten immer wieder apocalyptische Zustände.

Darum kommt Luther, der zu Lebzeiten mit der Apocalypse nicht viel anfangen konnte, zurück auf die Erde. Er hat sich die Welt lange mit Abstand angesehen, eine neue Sicht auf die Offenbarung gefunden und die Nase voll: Die Apocalypse hat schon längst stattgefunden, das Paradies auf Erden ist möglich, aber die Menschen haben in der Hand, ob das gelingt. Denn Gott gab ihnen die Freiheit zu wählen.

Die Kinder, denen Luther begegnet, wissen das ebenfalls, aber es hört ihnen niemand zu. Zusammen mit den Kindern und über ihre Handies verbreitet Luther fünf fehlende Thesen in der Welt, nämlich über die Heilkraft der bedingungslosen Liebe Gottes. Das bringt ihn erneut in Konflikt mit den Herrschenden. Denn ein heiler und ganzer Mensch stört das System. Können die Kinder Luther retten?

Trailer – die Geschichte in 11 Minuten.

Apocaluther ist nur bedingt ein Stück für Kinder. Die Kleinen bringen – zusammen mit Erwachsenen – und emotionalem Werkzeug (Musik und Spiel) auf die Bühne, dass sie ganz genau wissen, woran es liegt, dass es auf der Welt so aussieht, wie es aussieht. Wie es anders werden kann. Und dass sie überhaupt keine Lust mehr haben, in diesem „blöden System mitzuspielen“ (Zitat aus dem Stück). Apocaluther ist ein Stück ohne Luther-Klamauk oder mittelalterliche Kostüme – unterm Strich konfessionslos bis säkular und darum auch für die Zeit nach dem Reformationsjubiläum geeignet.

Das Ensemble der Uraufführung 2016, mit Bürgermeisterin Monika Böttcher und Propst Bernd Bötter. Ein Jahr später folgte die Aufführung auf dem Kirchentag in Magdeburg.

Die erste Aufführung gibt es auch vollständig als Film.

Besetzung der Erstaufführungen
Theodizee – Anna Schiftner, Theodor – Danny Ngando, Mutter – Monika Rauch. Vater – Oliver Eissing, Luther – Norbert Goeth, Uniform I – Ute Rieg/Doris Schiftner, Uniform II – Joel Ortiz/Mulugela Michael, Maske I – Roland Schiftner, Maske II – Harald Lapp, Maske III – Angelika Engelberg, Engel – Jürgen Fritsche/Bernd Dülfer

Ev. Kinderchor Maintal-Dörnigheim

Daria Azov – Violine, Helene Streck – Klavier, Anna Streck – Cello, Tim Dokter – Schlagzeug

Bühnenbau: Marcus Bienau, Jürgen Rieg, Joel Ortiz, Georg und Johannes Streck, Gerd Bruzdziak

Masken und Bild: Christel Schätzler

Vielen Dank für die Unterstützung an: alle Eltern, das Team vom Ev. Gemeindezentrum Maintal-Dörnigheim, das Team vom Kirchentag, das Team der Stadthalle Magdeburg, Prof. em. Dr. Reinhard Schwarz, München.

Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung: Kultursommer Main-Kinzig-Fulda –
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, unterstützt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Stadtverkehr Maintal GmbH, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Literaturempfehlung: Arno Gruen, „Der Fremde in uns“

Hier noch mal der Pfad zum Film.